Geschichte

Schon 1899 nimmt die DAV-Sektion Gießen die Errichtung einer eigenen Hütte in den Alpen in Angriff, indem sie in einer speziellen »Weg- und Hüttenkasse« dafür zu sparen beginnt. Anfang 1911 wird der Bau einer Hütte schließlich beschlossen und dann geht es rasch: Im Juni wird der 2230 Meter hoch gelegene Gößbichl am Südhang der Hochalmspitze oberhalb des Maltatals in Kärnten in Absprache mit der Gemeinde Gmünd als Standort festgelegt, 1912 beginnen die Bauarbeiten, am 24. August 1913 wird die Gießener Hütte eingeweiht. »Die Sektion ist schuldenfrei«, merkt die Chronik dazu stolz an. Von der alten Hütte gibt es ein Ölbild von E.T. Compton, das als Leihgabe im Alpinen Museum (Praterinsel/München) aufbewahrt wird:
Ölbild von ET Compton

In den nächsten Jahrzehnten widmen sich die Gießener Alpinisten vorwiegend dem Betrieb ihrer nur per Trampelpfad erreichbaren Hütte während der Sommermonate. Gleichzeitig legen sie Wege für Bergwanderer und Bergsteiger in der Umgebung an und pflegen diese.

Einen schweren Rückschlag muss die Sektion am Ostermontag im März 1975 hinnehmen, als eine Schneelawine die Gießener Hütte komplett zerstört; viele Trümmerteile rauschen zwei Kilometer hinunter bis ins Tal. Der Verein handelt aber rasch, beteiligt sich am Bau eins Versorgungswegs zum Gößbichl und errichtet 1976/1977 die Hütte komplett neu, etwa 15 Meter unterhalb des bisherigen Standorts. Am 28. August 1977 kann nach einem Kraftakt mit Gesamtkosten von 960.000 DM die »neue« Hütte eingeweiht werden.